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Veröffentlicht am 27. November 2025

Nachhaltige öffentliche Beschaffung

Nachhaltig zu beschaffen ist in der Schweiz gesetzlich verankert: Die öffentlichen Mittel sind sowohl wirtschaftlich als auch volkswirtschaftlich, sozial und ökologisch verantwortungsvoll einzusetzen.

Die nachhaltige öffentliche Beschaffung hat zum Ziel, die natürlichen Ressourcen zu schonen, Umweltbelastungen zu verringern sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen und einen fairen Wettbewerb zu fördern. Sie ist ein bedeutender Hebel bei der Verwirklichung der nationalen und internationalen Nachhaltigkeitsziele und zu einer klimaneutralen Schweiz. Die zentrale Bundesverwaltung muss ihre Treibhausgasemissionen kontinuierlich senken und bis spätestens 2040 Netto-Null-Emissionen ausweisen. Da der Grossteil der vor- und nachgelagerten Emissionen (sog. Scope 3) aus Beschaffungen stammt, sind ressourcenschonende, langlebige, kreislauffähige und innovative Lösungen gefragt.

Bedarfs- und Beschaffungsstellen nehmen dabei eine wichtige Rolle ein: Erstere bei der Definition ihres Bedarfs und dessen späteren Gebrauchs. Letztere bei dessen Deckung, indem sie Nachhaltigkeitsaspekte bereits bei der Planung berücksichtigen, den Markt beobachten und im Vergabeverfahren geeignete soziale und ökologische Kriterien anwenden.

Der Bund als Konsument

Der Bund selbst will bei seinem Konsumverhalten eine Vorbildfunktion einnehmen, indem er Waren und Dienstleistungen beschafft sowie Bauwerke realisiert, die wirtschaftlich, umweltschonend, möglichst kreislauffähig und gesundheitsverträglich sind und die sozial verantwortungsvoll erstellt werden. Durch gezielte Nachfrage können und sollen Bedarfs- und Beschaffungsstellen die Nachhaltigkeit fördern, damit zur Erreichung des Netto-Null-Ziels der Bundesverwaltung beitragen und nicht zuletzt Innovationen fördern. Dabei ist das Diskriminierungsverbot (Gleichbehandlung von in- und ausländischen Anbieterinnen) zu respektieren.

Umsetzung und Fachstellen

Die vom Bundesrat vorgesehenen Umsetzungsinstrumente werden von der Beschaffungskonferenz des Bundes BKB und der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren KBOB in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU, weiteren Fachstellen sowie den Beschaffungsstellen unter anderem auf der Wissensplattform nachhaltige öffentliche Beschaffung WöB zur Verfügung gestellt.

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